Filmtipp: How To Talk To Girls At Parties

Wo Sci-Fi auf Kunst und Punk der 70er Jahre trifft, kann entweder nur Klamauk oder ein großartiger Film bei rauskommen. Nicole Kidman, eine Teilnahme an den Filmfestspielen in Cannes und eine große Portion Latex-Outfits haben uns zumindest neugierig gemacht – weshalb wir uns den Film einmal angeschaut haben.

Veröffentlichung in Deutschland erst im Januar 2022

Der geneigte Filmexperte wird sich fragen, warum wir jetzt erst über diesen Film sprechen. Die Premiere war schließlich schon im Jahr 2017. Doch es dauerte noch bis Januar 2022, bis der Film endlich auch in Deutschland offiziell verfügbar* war. Aber worum geht es überhaupt? Vorweg – selten sieht man in offiziellen Kinofilmen so viel Latex wie hier (da kann eigentlich nur noch die Serie „Raised by Wolves“ mithalten). Das kann allerdings nicht ganz über die Tatsache hinwegtäuschen, dass ihr für diesen Film eine gewisse, sagen wir, Offenheit benötigt 😉

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Wo ein wilder Mix an Genres aufeinander trifft, möchten wir die inhaltlichen Erwartungen an den Film nämlich tatsächlich etwas dämpfen. Hauptsächlich geht es um die Liebesgeschichte zweier Protagonisten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Hier trifft Enn (Punk Liebhaber aus dem britischen Croydon) auf Zen (Mitglied einer außerirdischen Humanoiden Gruppe) – und beide entwickeln Gefühle füreinander. Aber beiden bleibt nur 48h Zeit, um sich näher kennenzulernen und füreinander zu entscheiden – denn die Humanoiden sind nur auf der Durchreise.

Was folgt, ist eine wilde Reise durch den britischen Punk (& Party) der 70er Jahre mit klassischen Elementen eines jeden Sci-Fi-Films. Zuviel vom Inhalt verraten wir an dieser Stelle aber nicht. Zu erwähnen ist vielleicht noch der Regisseur John Cameron Mitchell. Denn wer seine Filme kennt, dem wird klar sein, dass in seinen Filmen die Story in aller Regel der Atmosphäre und der Stimmung untergeordnet ist.

Daran ändert auch die Starbesetzung um Nicole Kidman und Elle Fanning nicht so viel. Viel wichtiger für uns ist an dieser Stelle ja aber sowieso der Latex-Bezug. Und da kommen wir voll auf unsere Kosten. Vor allem geht es reichlich bunt zu, und das haben wir vor allem der dreifach mit den Academy Awards ausgezeichneten Kostümdesignerin Sandy Powell zu verdanken.

Latex von Atsuko Kudo & Vex Clothing

Die meisten der zu sehenden Outfits stammen von ihr und einen tollen englischsprachigen Artikel über Sie findet ihr übrigens hier. Teilweise umgesetzt wurden die Designs von keiner geringeren als Szene-Größe Atsuko Kudo, die schon für diverse Film-, Musik- und Fotoproduktionen die Outfits bereitgestellt hat. Gleiches gilt aber auch für das amerikanische Label VEX Latexkleidung*, welches ebenfalls kleinere Accessoires beisteuerte.


Insgesamt muss man festhalten, dass es einige schöne Szenen in dem Film gibt, in denen das Material hervorragend in Szene gesetzt wird. Und zum Ende des Films haben wir uns sogar dabei erwischt, wie wir mit den beiden Hauptfiguren mitfieberten. Was, trotz der skurrilen Geschichte, immerhin ein kleines Indiz dafür ist, dass der Film nicht bloß reiner Klamauk ist – sondern ein durchaus solider, künstlerischer Film, den es lohnt zu schauen.

Weitere Filme mit Latex findet ihr im Übrigen auf unserem Inspiration-Board „About Latex“. Viel Spaß beim Stöbern.

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